Am Ende: Occupy Frankfurt (Bild: Gessinger.bildwerk; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC-Lizens; Original: Siehe unten)

Wie metropolico berichtete, soll das Frankfurter Occupy-Camp bis zum 31. Juli geräumt werden. Die Aktivisten aber wollen nicht gehen. Und organisierten eine Demo. Die aber wirkt wie die endgültige Bankrott-Erklärung.

„Für die Demonstrationsfreiheit – Gegen die Finanzdiktatur“, lautete das sinnbefreite Motto einer Occupy-Demonstration am Samstag in Frankfurt. Dass sich die linken Aktivisten mit Bezug auf ihr monatelanges, unrechtmäßiges Campen vor der Frankfurter EZB-Zentrale allen Ernstes auf die Demonstrationsfreiheit berufen, ist das eine. Dass die vermeintliche „Finanzdiktatur“, beziehungsweise das, was damit gemeint ist, mit den Regeln der Marktwirtschaft (Occupyler würden sagen: des „Kapitalismus“) überhaupt nichts zu tun hat, das andere. Aber sinnvolle, gar ökonomisch hochwertige Beiträge zur Lösung der Finanzkrise hat die verwahrloste Camp-Community bekanntlich ohnehin nicht geliefert.

Eine weitere Pointe

Wirklich bezeichnend ist indes die Tatsache, dass nur noch 200 Menschen dem Demonstrationsaufruf der Occupy-Aktivisten folgten. Eine jämmerliche Zahl im Vergleich zu vorherigen Demonstration der so genannten „Anti-Kapitalisten“. Zudem dürften bei der Demo – wie im Camp längst an der Tagesordnung – mehr Rumänen als Aktivisten zugegen gewesen sein. Die wiederum haben ihr ganz eigenes Interesse, warum das Camp fortbestehen soll. Schließlich lebt es sich dort allem Anschein nach recht angenehm.

Mittlerweile ist die Geschichte über das peinliche Ende dieses peinlichen „Protests“ auch in überregionalen Medien angekommen. Welt-Online beispielsweise berichtet in einem längeren Artikel über das „Endlager“ der Occupy-Bewegung. Darin enthalten eine weitere Pointe über das Verhalten der Rumänen im Camp. So habe die Stadt Frankfurt zwei schwangeren rumänischen Frauen Hotelzimmer angeboten. Diese aber nahmen das Angebot nicht etwa an, sondern forderten, auch ihre zahlreichen Verwandten auf Kosten der Stadt in Hotels einzuquartieren. Das wiederum ging selbst der schwarz-grün-regierten Stadt zu weit, man befürchtete im Falle einer Zusage, noch mehr Rumänen anzuziehen.

Chaos, Schulden, Dreck, Verwahrlosung

Tatsächlich sind es Geschichten wie diese, die das Occupy-Camp bewegen. So liefern die Aktivisten – wenn auch unfreiwillig – doch einen wichtigen politischen Beitrag. Allerdings weniger zu ökonomischen Themen (wie auch, ohne Expertise?), als vielmehr zu gesellschaftspolitischen. Das Camp selbst ist zum mahnenden Exempel geworden. Ein Exempel dafür, was droht, wenn die politischen Hirngespinste der „neuen Linken“ in die Realität umgesetzt werden: Chaos, Schulden, Dreck, Verwahrlosung. Occupy ist am Ende. Es ist das Endlager einer politischen Spinnerei. (MP)

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Artikelbild: Occupy Frankfurt (Bild: Gessinger.bildwerk; Quelle: Wikipedia; Rechte: CC-Lizens; Original: Siehe Link)