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Links: Westlich. Rechts: Islamisch. Wer sich in einer europäischen Stadt so kleidet wie rechts auf dem Bild, diskriminiert sich zu aller erst selbst! (Bild: Fabbio; Quelle: Wikipedia; Rechte: Siehe unten)

In einem aktuellen Bericht beklagt die Menschenrechtsorganisation Amnesty International, dass Muslime in Europa „diskriminiert“ würden. Beispielsweise erführen muslimische Mädchen und Frauen wegen ihrer Kleidung Benachteiligungen in den Bildungssystemen und auf den Arbeitsmärkten europäischer Länder. Dasselbe gelte freilich auch für muslimische Männer, die Bärte tragen.

Tatsächlich sind die Erkenntnisse in dem Bericht geradezu banal. Natürlich erfahren Menschen, die sich nicht integrieren, stattdessen die Symbole ihrer ursprünglichen Kultur aggressiv zur Schau tragen, in der Mehrheitsgesellschaft Nachteile. Das ginge deutschen Einwanderern in der Türkei nicht anders.

Europäer kleiden sich in der Regel nicht (mehr) ihrer Religion entsprechend. Und schon gar nicht verschleiern Europäer ihre Frauen als Zeichen irgendeines maskulinen, gleichwohl religiösen und politischen Machtanspruchs. Wer nach Europa kommt und sich so verhält, braucht sich über die Abneigung der Mehrheitsgesellschaft nicht zu wundern.

Amnesty verdreht Ursache und Wirkung

Die fundamental-religiösen und folglich nicht-integrierten Muslime diskriminieren sich zu allererst selbst, gerade indem sie sich nicht integrieren. Dass viele sich zudem in Parallelgesellschaften abschotten, die Sprache nicht oder nur kaum lernen, statistisch weit häufiger gewalttätig und kriminell werden, tut sein übriges. Wer jedoch als Muslim, als Türke, Araber, Ägypter oder Iraner, nach Europa kommt und einen dem westlichen Rechts- und Gesellschaftssystem entsprechenden Umgang mit seiner Religion pflegt, die Sprache lernt, die Gesetze befolgt, Teil der Leistungsgesellschaft wird, also kurzum: sich integriert, ist genauso akzeptiert und kann genauso an europäischen Gesellschaften partizipieren wie Inder, Chinesen oder Amerikaner (von denen bezeichnenderweise niemand beklagt, in Europa diskriminiert zu werden).

Geradezu lachhaft ist indes die Aussage, die Nicht-Akzeptanz islamischer Symbole der Frauen-Unterdrückung hätte etwas mit Diskriminierung zu tun. Ja, muslimische Frauen werden in Europa massiv ungleich behandelt und unterdrückt. Allerdings vor allem und hauptsächlich von muslimischen Männern, und das im Namen jener Religion, zu deren Symbolen unter anderem auch das Kopftuch gehört. Amnesty International täte gut daran, die Aufmerksamkeit auf diese wirklich vorhandenen Probleme zu richten, anstatt sich mit Berichten, die die Realität in ihr Gegenteil verkehren, lächerlich zu machen.

In Wahrheit verdreht Amnesty Ursache und Wirkung. Am Anfang der Probleme steht die Integrationsverweigerung. Daraus resultieren Integrationsprobleme. Und diese münden schlussendlich in gesellschaftliche Spannungen, gegenseitige Ablehnung und subjektiv empfundene Diskriminierung (an der objektiv betrachtet der oder die Diskriminierte die Hauptschuld trägt).

Ein aberwitziger, Text-gewordener Denkfehler

Tatsächlich beschreibt der Bericht eine allzu natürliche Reaktion einer Gesellschaft auf jene, die offenbar nicht zu ihr gehören, aber von ihr profitieren wollen. Dieser gesellschaftliche Schutzreflex ist im Grunde sogar begrüßenswert, da zumindest auf diese Weise noch Integrationsdruck aufgebaut wird. Der wiederum führt dazu, dass sich eingewanderte Muslime – zumindest einige von ihnen – sehr wohl integrieren, mit entsprechender Verbesserung der Lebenssituation, insbesondere für muslimische Frauen. Dass politisch jedoch kaum noch Integrationsdruck erzeugt wird, weil zunehmend viele politische Geister von der absurden Ideologie eines grenzenlosen Multikulturalismus vergiftet sind, spielt vor allem fundamental-religiösen Kräften in die Karten – und wirkt somit der Verbesserung der Menschenrechtslage in Kreisen muslimischer Einwanderer noch entgegen.

Leider sind auch die Verfasser des Amnesty-Berichts von dieser Ideologie eines gänzlich entwurzelten Multikulturalismus beseelt. Das Ergebnis ist ein geradezu aberwitziger, Text-gewordener Denkfehler. Ein Denkfehler, der in linken Kreisen jedoch längst zum guten Ton gehört. Kaum verwunderlich also, dass die vornehmlich linke deutsche Medienzunft diesen Blödsinn entsprechend wohlwollend aufgenommen hat und fleißig mit aller Macht in den medialen Äther des Landes pumpt. So fleißig allerdings, dass dergleichen wohl immer weniger Menschen noch wirklich ernst nehmen dürften.

Artikelbild: Links: Westlich. Rechts: Islamisch. (Bild: Fabbio; Quelle: Wikipedia; Rechte: Siehe Link)