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Wenn Linksextreme "demonstrieren", wird es in der Regel gewalttätig (Bild: Jcarax68; Quelle: Wikipedia; Rechte: Siehe unten)

Zwei Orte, ein und dasselbe Bild: In Frankfurt und Aarhus gab es heute Demonstrationen linker Gruppierungen. In beiden Fällen kam es zu schweren Ausschreitungen und Gewalt.

Im dänischen Aarhus hat die „Danish Defence League“ (DDL) am Samstag eine europaweite, islamkritische Demonstration organisiert. Ersten Berichten zufolge war die Teilnehmerzahl eher ernüchternd: Nur zirka 200 bis 300 Personen nahmen demnach an der Demonstration teil, die in der ARD-tagesschau als „islamfeindlich“ tituliert wurde.

Auch innerhalb der islamkritischen Szene hatte es Vorbehalte gegen die Demonstration gegeben, da vermutet wurde, es könnte rechtsextreme Kräfte unter den Organisatoren und Demonstrationsteinehmern geben. Dem Bericht eines Demonstrationsteilnehmers zufolge waren jedoch keine Rechtsextremen vor Ort. Vielmehr wurden Israel-Fahnen geschwenkt, die Redner distanzierten sich in ihren Reden von Rechtsextremismus und bekannten sich zu Israel.

Gewalt ging von Gegendemonstranten aus

Wesentlich mehr Personen schlossen sich dagegen der Gegendemonstration an. Insgesamt 5.000 Menschen sollen dem Ruf von Gewerkschaften und „weiteren Organisationen“ (O-Ton ARD, gemeint sind unter anderem linksextreme Gruppierungen wie die dänische Antifa) gefolgt sein. Dabei kam es zu schweren Ausschreitungen. 80 Personen wurden festgenommen.

Wie der Blog SOS-Österreich unter Berufung auf dänische Medien berichtet, ging die Gewalt ausschließlich von Gegendemonstranten aus. Diese hatten die DDL-Demonstration überraschend in einem Park überfallen und mit Flaschen und Steinen beworfen. Unter den Gewalttätern sollen auch zahlreiche ausländische Jugendliche gewesen sein. Der Nachrichtensender CNN bestätigt die Darstellung in einem Artikel. Auch die Polizei wurde demnach zum Ziel der Aggressionen. Es soll mehrere Verletzte gegeben haben.

Frankfurt: „Massiv gewaltorientierte“ Teilnehmer

Ähnlich war die Lage am Samstag in Frankfurt am Main: Zwar gab es dort keine Gegendemonstration, doch hatten linksextreme Gruppen selbst zu einer Demonstration geladen. Im Rahmen des „Europäischen Aktionstag gegen den Kapitalismus“ zogen die Demonstranten durch die Stadt und in Richtung der Baustelle, an der aktuell die neue EZB-Zentrale entsteht.

So weit kamen die 3.000 bis 5.000 Demonstranten jedoch nicht. Die Polizei löste den Protestzug vorher auf, da es zu schweren Ausschreitungen kam. Demonstrationsteilnehmer warfen auch hier Steine, Flaschen und sogar mit Fäkalien gefüllte Wurfgeschosse, Läden wurden demoliert, Scheiben eingeschlagen. Die Frankfurter Allgemeine Zeitung berichtet auf ihrer Internetseite, dass die Polizei Pfefferspray und Schlagstöcke gegen die teilweise „massiv gewaltorientierten“ Teilnehmer einsetzen musste. Es gab mehrere Verletzte und zahlreiche Festnahmen.

Eine Gegendemonstration gegen den wütenden Protestmarsch zumeist linker bis linksextremer „Kapitalismuskritiker“ in Frankfurt gab es nicht. Weder von Gewerkschaften, noch von anderen, so genannten „Organisationen“. (MP)

Artikelbild: Antifa-Demonstration in Bern 2006 (Bild: Jcarax68; Quelle: Wikipedia; Rechte: Siehe Link)