metropolico
Passende Werbung für die Süddeutsche Zeitung. Inhalt: Heiße Luft. (Bild: FelixRo; Quelle: Wikipedia; Rechte: siehe unten)er

Am vergangenen Wochenende demonstrierte eine Gruppe bayrischer Aktivisten der Bürgerbewegung Pax Europa (BPE) rund um ihren Landesvorsitzenden Michael Stürzenberger gegen den Penzberger Lügen-Imam „Benjamin“ Idriz. Bezeichnend ist, wie die Aktion nun in den Münchner Medien dargestellt wird.

Sowohl die Süddeutsche Zeitung, als auch der Münchner Merkur berichten auf ihren Internetseiten im Penzberger Lokalteil über die BPE-Kampagne. Und in beiden Fällen gilt: es kommen ausschließlich Befürworter des Imams zu Wort. Ihnen wird Platz und Raum gegeben, die BPE-Aktivisten aufs übelste zu beschimpfen. Es fallen die üblichen Floskeln: „Rechtspopulisten“, „Extremisten“, „Islamophobe“. Und noch mehr.

Bayram Yerli, der Vorsitzende der Islamischen Gemeinde Penzberg (IGP), darf in Münchens größter Tageszeitung sogar einen Bezug zum Rechtsextremismus herstellen: zwei Tage nach den Gedenkfeiern für die Opfer der Zwickauer Terrorzelle sei der den Auftritt der Islamkritiker in Penzberg geschmacklos, wird er in der SZ zitiert. Auch Hildebrecht Braun, der Rechtsanwalt der IGP, bläst in dem Artikel in dasselbe Horn: „Penzberg wird immer für diese Rechtsaußen, für diese braunen Leute ein ganz schlechtes Pflaster sein.“ Das sei auch in der NS-Zeit schon so gewesen.

Dass Lügen-Imam Idriz und seine Kumpanen diese genauso falschen wie beleidigenden Anfeindungen in Bezug auf ihre Kritiker verwenden, verwundert nicht. Es ist längst zum typischen Reflex unter Deutschlands Islam-Lobbyisten geworden, bei jedem kleinsten Anzeichen von Kritik zur Nazi-Keule zu greifen. Zu einer sachlichen Diskussion über Inhalte ist dieses Klientel schlicht und ergreifend nicht fähig. Dazu fehlt es ihnen an Intellekt – und an Argumenten.

Wirklich beschämend ist jedoch, dass die Münchner Medien diesen durchschaubaren Diffamierungen erstens Raum geben und zweitens nicht einmal den Anstand haben, die Gegenseite wenigstens zu Wort kommen zu lassen. Das hat mit Qualitätsjournalismus nichts mehr zu tun. Eine solche Medienzunft begeht Verrat an der Wahrheit, Verrat am Volk.

Besonders verwerflich erscheint dies angesichts der Hintergründe, die im übrigen auch in den Redaktionsstuben der Süddeutschen Zeitung und des Münchner Merkurs bekannt sind. Imam Idriz hatte sich zuletzt durch seinen mutmaßlichen Titelschwindel in die Bredouille gebracht. Noch wesentlich schwerer wiegt der Umstand, dass der Penzberger Vorzeige-Imam längst nicht jener liberaler Vorstreiter eines säkularen, Demokratie-kompatiblen Euro-Islam ist, als den ihn die Medienzunft in München und darüber hinaus gerne darstellt. Im Gegenteil: der Lügen-Imam unterhält Kontakte zu Vertretern verfassungsfeindlicher Organisationen wie Mili Görus, studierte an einer islamistischen Universität in Frankreich (der wiederum eine Nähe zur Muslimbruderschaft nachgesagt wird) und erfreut sich der Unterstützung von Geldgebern in Saudi-Arabien, möglicherweise auch Qatar. Dort wiederum, im Kerngebiet des Wahhabismus, hat der Islam eine Gestalt angenommen, die wie der Urtyp des Antidemokratischen, Freiheitsfeindlichen, Unrechtsstaatlichen daher kommt: ein Nationalsozialismus arabischer Prägung, mit der Scharia als Gesetz, drakonischen Strafen, Unterdrückung von Frauen, Verfolgung Andersdenkender, Antisemitismus als Staats-Doktrin, und so weiter, und so fort. Hitlers Traum von einer reinrassigen Gesellschaft: dort, wo Imam Idriz seine Unterstützer hat, ist er gelebte, arabische Wirklichkeit.

Dagegen sehen Stürzenberger und seine Aktivisten aus dem Kreise von Freiheit, BPE und PI wie brave Schuljungen aus. Und Rechtsextremisten finden sich in der islamkritischen Szene schon gar nicht. Warum auch? Die Nationalsozialisten verstanden sich schon zu Zeiten des NS-Regimes hervorragend mit den Arabern. Und auch heute noch ist man ideologisch verbündet im Kampf gegen das Judentum und Israel, gegen die USA und den Westen, und überhaupt: gegen Freiheit und Demokratie.

Michael Stürzenberger mag in der Vergangenheit das ein oder andere Mal übers Ziel hinaus geschossen sein, ein „brauner Rechtsaußen“ ist er aber keinesfalls. Genauso wie Lügen-Imam Idriz kein liberaler Vorstreiter des Euro-Islam ist. Und dass Süddeutsche Zeitung und Münchner Merkur längst keine Qualitätsmedien (mehr) sind, haben sie spätestens mit ihrer Berichterstattung über den Penzberger Lügenbaron eindrucksvoll unter Beweis gestellt. So funktioniert also heuer die Medienzunft: da wird gelogen wie gedruckt. Im wahrsten Sinne des Wortes.

Mehr zum Thema auf der metropolico-Schwerpunkt-Seite: Causa Idriz.

Artikelbild: Werbung für die Süddeutsche Zeitung auf einem Zeppelin (Bild: FelixRo; Quelle: Wikipedia; Rechte: siehe Link)