In eigener Sache: metropolico Mitbegründer stellt Strafanzeige gegen Penzberger Imam Bajrambejamin Idriz

Wie die Fernsehsendung Report München berichtete, hat sich der Penzberger Imam Bajrambejamin Idriz mutmaßlich bis vor kurzem mit einem akademischen Titel geschmückt, den er nie erworben hatte. Offenbar sind die Vorwürfe nicht unberechtigt, denn nach einem Gespräch mit Report München löschte Idriz die Bezeichnung „Magister“ aus der Beschreibung auf seiner eigenen Internetseite.

Der Mitbegründer von metropolico, Christian Jung, entschloss sich nun, Strafanzeige gegen Idriz zu stellen. Nur so ließe sich gewährleisten, dass der Fall mit der notwendigen Gewissenhaftigkeit aufgeklärt wird. Die Anzeige ging der Staatsanwaltschaft München heute zu. Über den weiteren Verlauf wird metropolico exklusiv berichten. (MPT)

Die dazu gehörige Pressemitteilung von Christian Jung:

Pressemitteilung: metropolico Mitinitiator Christian Jung stellt Strafanzeige gegen Penzberger Imam Bajrambejamin Idriz wegen des Verdachts auf unbefugtes Führen von Titeln (gemäß §132a, StGB) und möglicher weiterer Straftaten

Der Mitinitiator der neuen Internetseite „metropolico.eu“, Christian Jung, hat heute Strafanzeige bei der Staatsanwaltschaft München gegen den Imam der Penzberger Moscheegemeinde, Bajrambejamin Idriz gestellt. Hintergrund ist der jüngste Bericht der Fernsehsendung „Report München“ vom 31. Januar 2012.

In der Sendung entsteht das Verdachtsmoment, Idriz könnte sich in der Vergangenheit mit einem akademischen Titel geschmückt haben, den er möglicherweise nie erworben hat. Das unbefugte Führen von Titeln efüllt in Deutschland einen Straftatbestand (nach §132a, StGB). „Es ist dringend notwendig, diesen Fall aufzuklären, denn Bajrambejamin Idriz plant derzeit, in München ein „Zentrum für Islam in Europa“ (ZIE-M) aufzubauen“, erklärt Christian Jung seinen Schritt. Denn im Rahmen des ZIE-M sei eine Akademie geplant, möglicherweise wurden sogar Anträge auf Fördergelder gestellt, bei denen der akademische Titel des Initiators Idriz eine „entscheidungserhebliche Tatsache“ war. Falls es einen Antrag oder gar mehrere Anträge in diesem Sinne gegeben haben sollte, liege nach Ansicht von Jung der Verdacht auf Subventionsbetrug vor.

„Ich erwarte, dass die Behörden und insbesondere die Stadt München der Öffentlichkeit und dem Steuerzahler erklären, ob ihnen solche Anträge vorliegen, oder ob gar bereits Steuergelder in Richtung Imam Idriz´ oder einer seiner Organisationen geflossen sind“, erklärt Jung.

„Zwar hatte schon vor einiger Zeit das Magazin Der Spiegel über die Tatsache berichtet, dass Idriz in mutmaßlich islamistischen Einrichtungen wie dem Europäischen Institut für Geisteswissenschaften Chateau Chinon verkehrte.“ Jener Idriz also, der sich und sein Projekt in der Öffentlichkeit stets als Beitrag zum interkulturellen Dialog darstellte und beteuerte, an der Entwicklung eines moderaten, säkularen und aufgeklärten Euro-Islam mitwirken zu wollen. Insofern war dieser Aspekt in der Berichterstattung von Report München nichts neues. „Doch die damalige Berichterstattung hatte die Fraktionen im Münchner Rathaus und vor allem OB Ude nicht davon abgehalten, unkritisch mit dem  durch den Verfassungsschutz beobachteten Imam umzugehen“, so Jung weiter.

Da nun erneut Tatsachen über Idriz durch kritische Berichterstattung an die blauäugige Münchner Stadtspitze herangetragen werden, bestehe ein immer größer werdendes Interesse der Öffentlichkeit, die Hintergründe genau aufzuklären. Denn es dürfe nicht sein, dass in München für mehrere Millionen Euro ein islamisches Zentrum entsteht, dass sich vielleicht äußerlich moderat gibt, in Wahrheit aber möglicherweise verfassungsfeindlichen Gesinnungen Raum gibt, und dafür noch mit staatlichen Fördergeldern unterstützt wird.

Über den weitere Verlauf des Vorgangs und mögliche Untersuchungen der Staatsanwaltschaft München wird Jung die Öffentlichkeit auf der Internetseite metropolico.org unterrichten.

Die Strafanzeige im Wortlaut:

Strafanzeige gegen den Imam der Penzberger Moscheegemeinde „Islamische Gemeinde Penzberg“, Bajrambejamin Idriz, mutmaßlich wohnhaft in Penzberg,  wegen des Verdachts auf unbefugtes Führen von Titeln (gemäß §132a, StGB) und möglicherer weiterer Straftaten

Sehr geehrte Damen und Herren,

wie das TV-Magazin „Report München“ in seiner Sendung vom 31. Januar 2012 berichtete, gibt es erheblich Zweifel an der von Herrn Bajrambejamin Idriz behaupteten akademischen Ausbildung. Die Fernsehberichterstattung legt den Verdacht nahe, dass Herr Idriz den von ihm öffentlich angegebenen Titel mit dem akademischen Grad „Magister der Theologie“ gar nicht erworben hat. Daher stelle ich hiermit Strafanzeige gegen Bajrambejamin Idriz wegen des Verdachts des unbefugten Führens von Titeln (gemäß §132a, StGB)

Zu den Einzelheiten hierzu verweise ich auf die Berichterstattung durch den Bayerischen Rundfunk.

Darüber hinaus ergibt sich der Verdacht weiterer möglicher Straftatbestände. So darf ich darauf hinweisen, dass in diesem Falle auch Subventionsbetrug nach § 264 StGB vorliegen könnte. Laut dem  Internetauftritt  des Vereins ZIE-M e.V. wurde am 27.01.2010 – und damit vor über zwei Jahren – ein Antrag auf Unterstützung durch die Landeshauptstadt München eingebracht. Diese wiederum sollte sich laut dem Antrag gegenüber dem Freistaat Bayern für die finanzielle Unterstützung des von Idriz initiierten Projektes ZIE-M einsetzen.

Da es sich bei ZIE-M um ein Projekt handelt, im Rahmen dessen auch eine Akademie geplant ist, dürfte es sich bei der Frage, inwieweit der Initiator des Projektes selbst ein Akademiker ist, um eine entscheidungserhebliche Tatsache handeln. Zudem wären auch andere Anträge im Zusammenhang mit den vielen Aktivitäten der Islamischen Gemeinde Penzberg zu überprüfen, in denen möglicherweise mit Angabe des akademischen Titels und unter Berfung auf denselben um die Zuteilung öffentlicher Gelder nachgesucht wurde, beispielsweise im Falle des von der Gemeinde selbst angeführten Nachhilfeunterrichts.

Auf die Übersendung einer Einstellungsverfügung wird nicht verzichtet. Bitte bestätigen Sie den Eingang dieses Schreibens.

Mit freundlichen Grüßen

Christian Jung

Mehr zum Thema: